Aus diesem Zusammenhang lässt sich nicht grundsätzlich folgern, dass eine Automatisierung von Arbeitsschritten kategorisch als schlecht zu bewerten ist. Für alle Anforderungen im Unterricht sind Automatisierungen von Arbeitsschritten notwendig. Dabei sei jedoch Wert darauf gelegt, dass eine Automatisierung nicht als bloßes Lernen einzelner Grundelemente zu sehen ist, sondern vielmehr als eine vernetzte Verinnerlichung von Lerninhalten.

Oft zählt lediglich, wie häufig und lange geübt wird. Welche Inhalte und mit Hilfe welcher Methode gelernt wird, ist dabei nur von untergeordneter Bedeutung.

Die Tatsache, dass produktives Üben nur dann einen Sinn macht, wenn es auf Grundlage von Verständnis und Einsicht erfolgt, bleibt also vernachlässigt. Auch Schulprojekte bieten ein verstecktes bisher ungeahntes Potential: Die Schülerinnen und Schüler arbeiten über eine im Vorfeld festgelegte Zeit an eigenen Projekten, die sowohl theoretischer als auch praktischer Gestalt sein können. An vielen Schulen gehört die sogenannte Projektwoche bereits zu einem festen Bestandteil des Schulalltages. Die Schülerinnen und Schüler stehen dabei in direktem Kontakt zu einer Lehr- bzw. Betreuungsperson, die bei Belieben kontaktiert werden kann und beratend zu Seite steht. Die Projekte werden dann später in einem größeren Rahm, z.B. auf einem Schulfest, einem größeren Publikum präsentiert. Dabei kann es sich um z.B. die Elternschaft oder auch andere Interessensgruppen handeln.